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GIW gg. HSG Schaumburg Nord

Es war das typische Spiel, wenn die stärkste Mannschaft auf die schwächste Mannschaft der Liga trifft. Die Gäste waren in allen Belangen der Heimmannschaft haushoch überlegen. Sie hatten mehr Biss, mehr Tempo und sie waren treffsicherer in ihren Abschlüssen als die Meerhandballerinnen, die regelrecht aus der eigenen Halle herauskatapultiert wurden. Es war nicht der Hauch einer Gegenwehr zu spüren, die Schaumburgerinnen tanzten nach Belieben durch die Abwehrreihen. Im Angriff der Gastgeberinnen war die Häufigkeit der Passfehler unfassbar. Diese Fehler wurden konsequent von den Gästen ausgenutzt und dieTempogegenstöße rollten lawinenartig auf das heimische Tor. Es verwunderte nicht weiter, dass Emma Reinink im Tor keine Lust mehr hatte und deprimiert gegen Larissa Scherer ausgewechselt wurde. Mit hochverdientem 5:22 Zwischenstand für die Schaumburgerinnen ging es in die Pause. Der erste Durchgang musste schnell aus den Köpfen und gegenseitige Vorwürfe halfen auch nicht weiter. Der zweite Durchgang verlief bis ungefähr zur 40. Minute identisch zur ersten Hälfte, Schaumburg machte Druck und Meerhandball guckte zu, ohne erkennbar Handball zu spielen. Eine Heimauszeit und ein nochmaliger Wechsel im Tor sollte wenigstens ein bißchen Linderung verschaffen. Auf einmal klappte es, die Gastgeberinnen erinnerten sich wieder daran, dass sie eigentlich auch in der Lage sind Handball zu spielen. Der Spielstand lautete bis dahin 8:38 für die Gäste. Emma Reinink im Tor parierte einige Würfe und war schnell auf den Beinen und im Angriffsspiel kam Bewegung in Mannschaft, selbst das Abwehrverhalten funktionierte wieder. Der Erfolg waren vier Tore in Folge für die Meerhandballerinnen. Ein Lebenszeichen immerhin. Hätte die Mannschaft die Leistung der letzten acht bis zehn Minuten das ganze Spiel gebracht, wäre sicherlich so ein deutliches Ergebnis nicht zustande gekommen. Zu einem Sieg hätte es sicherlich nicht gereicht, aber die Tordifferenz wäre vielleicht etwas freundlicher gewesen.

Halbzeit: 5:22, Endstand: 12:39
 
Torschützinnen: Peters 5, Gleue 4, Stadelhoff 2, Lattwesen 1

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